Joan Miró

Der katalanische Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker Joan Miró wird am 20. April 1893 in Barcelona als Sohn eines Goldschmieds und Uhrmachers geboren. Schon als Kind zeichnet er, wofür sein Vater kein Verständnis hat. Dieser bringt Miró nach seinem Rauswurf am Gymnasium dazu eine kaufmännische Lehre zu absolvieren. Nebenbei ist Miró trotzdem Schüler an der Kunstakademie.

Miró ist zunächst Buchhalter einer Drogerie, gibt den Beruf jedoch nach einer Typhuserkrankung und einem Nervenzusammenbruch auf. Nach seiner Genesung kann Miró mit Erlaubnis des Vaters die Kunstschule „Escola d’Art“ besuchen. Dort wurde er als hochbegabt angesehen.

Ab 1915 leistet Miró Dienst beim Militär, der jedoch durch Bestechung von Seiten seines Vaters auf 10 Monate begrenzt ist. Später begibt er sich einige Zeit nach Paris, wo er sich 1920 ein Atelier anmietet und sich Dadaisten zuwendet.

1929 heiratet Miró Polar Juncosa, die zwei Jahre später seine Tochter Maria Dolores zur Welt bringt. Joan Mirós Gemälde werden während des Zweiten Weltkrieges oft ausgestellt und bringen ihm einige Auszeichnungen ein.

Am 25. Dezember 1983 stirbt Joan Miró auf Mallorca nachdem er einen Teil seines Besitzes der Stadtverwaltung von Palma übergeben hatte.

Stets auf der Suche nach seiner Bildsprache holte sich Joan Miró von anderen Künstlern Inspiration. Joan Miró Gemälde sind abstrakt und surrealistisch. Eine intensive Farbgebung ist charakteristisch für seinen Stil.

In Mirós Gemälden und Kunstdrucken finden sich immer wieder Bildsymbole wie Schnecke, Frau, Blume und Stern, die auf die, für Mirós Gesamtwerk wichtigen Teilbereiche Fauna, Mensch, Flora und Kosmos verweisen. Einige Jahre kehrt Miró der Malerei vollständig den Rücken zu und beschäftigt sich mit Collagen aus Teerpappe, Ölpapier und Tapetenresten. Später erweitert er die Auffassung der Collagen und widmet sich dem Materialbild aus Sand, Gips und Mörtel.

Wilde Bilder nannte Joan Miró die Gemälde der Zeit ab 1934, die hauptsächlich Frauen mit Schmerzen oder als Bestien darstellen. Grund dafür ist der Faschismus, der in Spanien Fuß fasste.

Wichtige Joan Miró Gemälde

Der Bauernhof, 1921, befindet sich in der National Gallery of Art in Washington D.C. und stellt einen alten Bauernhof bestehend aus vielen Einzelteilen dar, die alle eine eigene Perspektive besitzen.

Karneval der Harlekine, 1925, zeigt eine Ansammlung von bunten Elementen in einem braunen Raum, die scheinbar nicht zusammengehören.

Das Gold im Himmelblau, 1967, zeigt ein abstraktes Bildnis des Himmels in gelb und blau.

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